Partnerschaft Bérégadougou

Unsere Pfarrgemeinde St. Bonifatius und St. Lambertus unterhält eine Partnerschaft zu einer katholischen Pfarrgemeinde in Burkina Faso.

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten und Bilder.

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Neues aus unserer Pfarreien-Partnerschaft mit St. Etienne Bérégadougou

Der Besuch von Pfarrer Martial Karama und 2 Mitgliedern des dortigen Partnerschaftskomitees in der Zeit vom 04. bis 14. Mai 2018 hinterließ auf beiden Seiten bleibende Eindrücke.  Nach dem Besuch zum Weltjugendtag 2005 ließ sich erstmals wieder ein Besuch im Sommerhalbjahr realisieren; dies kam unseren Gästen klimatisch wesentlich entgegen. Im Rahmen der Vorbereitungen und erstmaligen Mitfeier des Hochfestes  Krüßing, gab es eine Vielzahl von spontanen Begegnungen und Gesprächen.
Daneben nahmen die Gemeindevertreter aus St. Etienne während des Katholikentages in Münster an einer ganzen Reihe von Feiern und Begegnungen teil. Zudem stand ein ganztägiger Ausflug nach Köln mit Dombesuch und Schifffahrt auf dem Programm. Weitere Stationen waren Besichtigungen und Besuche in Einrichtungen der Pfarrgemeinde bzw. der Stadt Warendorf. Untergebracht waren die 3 Besucher aus der Partnergemeinde bei Heinz-Peter Zwicker. Mit vollen Koffern (Dank auch an die Kleiderkammer Hoetmar!!) ging es am Montag, 14.05. von Hannover über Istanbul Hannover zurück in die Landeshauptstadt von Burkina Faso und in einer Tagesreise weiter nach Bérégadougou.

In zwei intensiven Arbeitssitzungen wurden aktuelle Fragen und Themen der jeweiligen Gemeinden ausgetauscht und die bisherige partnerschaftliche Zusammenarbeit  seitens Pfarrer Martial als sehr fruchtbar herausgestellt:
Die Apotheke wurde am 23.03.2017 wiedereröffnet und hat im ersten Jahr unter einer neuen Leitung bereits wieder Gewinne erzielt.
Die Seminaristenförderung wird auch weiterhin unsererseits unterstützt. Den größten finanziellen  Beitrag leistete dabei die Waffelgruppe um Ilka Nüßing. Erfreulich: Im Sommer dieses Jahres wurde ein  erster der geförderten Seminaristen zum Priester geweiht. Die Kosten für die Priesterweihe bzw. Feierlichkeiten sind für die Pfarrgemeinde St. Etienne erheblich und  wir haben zugesagt, einen Teil der Kosten zu übernehmen.
Der Jungpriester benötigt für die Ausübung seines Amtes in der sehr weitläufigen Gemeinde ein Moped. Zwischenzeitlich ist erfreulicherweise hierfür aus unserer Pfarrgemeinde bereits eine ansehnliche -wenn auch noch nicht ausreichende-  Geldsumme gespendet worden. Vielen Dank.
Wir haben in den letzten Jahren Geldmittel bereitgestellt zur Beschaffung von PC/Laptop/Drucker/Beamer sowie Schränken für das Pfarrhaus/-Büro. Die Ausstattung ist angekommen und installiert. Aktuell wurde der Ankauf von Ausrüstung und Material für ein Fischzuchtprojekt durch Mittel aus dem Arbeitskreis realisiert.
Der von uns geförderte Bau einer Eingrenzungsmauer um Pfarrhaus und Kirche ist erfolgreich abgeschlossen.
Ihren Wunsch der Beschaffung eines „valise de chapelle“ (Messkoffer) für die Messfeiern in den kleinen 12 Filialkirchen, konnten wir im Rahmen des Besuchs spontan erfüllen.

Mittelfristig besteht laut Pfarrer Martial Karama dringlicher Unterstützungsbedarf zur Beschaffung einer Lautsprecheranlage für die Pfarrkirche St. Etienne und der Ersatzbeschaffung eines Fotokopierers.
Darüberhinaus muss das derzeit vorhandene (meist defekte) geländegängige Fahrzeug der Gemeinde ersetzt werden.
Um die Förderung und Unterstützung für die Partnergemeinde auch weiterhin aufrecht zu erhalten, ist der Arbeitskreis dringlich auf Spenden angewiesen.

Gerne möchten wir Sie zur Mitarbeit in unserem Arbeitskreis „Pfarreienpartnerschaft mit St. Etienne, Bérégadougou“ einladen. Wir treffen uns in der Regel im 2-3 Monatsrhythmus.

Ende 2018 feiert St. Etienne das 25-jährige Bestehen der Pfarrei. Die Vorbereitungen laufen in der sehr lebendigen Gemeinde auf Hochtouren. Mit Pfarrer Martial Karama haben wir einen sehr vertrauenswürdigen Ansprechpartner; er informiert uns sehr umfangreich über die laufenden Aktivitäten.

 

Für den Arbeitskreis Bérégadougou

Heinz-Peter Zwicker

Spendenübergabe an den Besuch aus Burkina Faso

Was für eine Überraschung für die Delegation aus Beregadougou in Burkina Faso. Die dreiköpfige Abordnung der dortigen Pfarrgemeinde St. Etienne, die eine Partnerschaft zur Freckenhorster Pfarrei unterhält, ist derzeit in Freckenhorst zu Gast und erhielt spontanen Besuch von Elisabeth Rauen und Ilka Nüßing. Die beiden Freckenhorsterinnen hatten jeweils eine Spende mitgebracht. Bis zum letzten Jahr hat Ilka Nüßing mit einer Gruppe ehemaliger Hauptschüler in der Adventszeit jedes Jahr Waffeln verkauft. 720 Euro sind so zusammengekommen. Das Geld übergab sie nun an die Besucher aus Afrika. Dort soll es einem Schülern eines Schulprojektes der Gemeinde zugute kommen. Elisabeth Rauen übergab 300 Euro aus den Überschüssen des Eine-Welt-Ladens im Kreuzgang. Eine Spende, die besonders Emeline Sombie  gefreut hat. Sie ist als Leiterin der Frauengruppe der Pfarrgemeinde in Beregadougou - gemeinsam mit dem Pfarrer Martial Karama und Cyrille Kondombo derzeit in Freckenhorst und wird das Geld über Projekte oder Minikredite direkt den Frauen der Gemeinde zugute kommen lassen.

 

 

Zu Besuch bei Freunden in Bérégadougou (Burkina Faso/Westafrika)

Bericht über die Fahrt von Manfred Hillebrandt, Sebastian Ricken und Heinz-Peter Zwicker vom 26. Dezember 2013 bis zum 06. Januar 2014 in der Partnergemeinde St. Etienne

 

Am 2. Weihnachtsfeiertag starteten wir mit dem Zug von Essen über Brüssel nach Paris. Nach einer dortigen Zwischenübernachtung ging es weiter mit Air Algerie und Zwischenstopp in Algier in die Hauptstadt Ouagadougou (1,2 Mill. Einwohner),  wo wir gegen Mitternacht ankamen.  Am Morgen wurden wir mit reichlich Gepäck per PKW abgeholt und machten uns auf die letzte, rund 420 km lange Etappe bis zum Ziel in Bérégadougou. Zwei Autopannen unterwegs bewirkten, dass wir unser Ziel erst gegen 19:00 Uhr erreichten. Als kleine Entschädigung war der Empfang dann dort überaus herzlich. Viele bekannte Gesichter strahlten uns an und hießen uns überschwänglich willkommen.  Im Rahmen des 20-jährigen Pfarreijubiläums fand anschließend ein temperamentvolles Konzert mit Parodieeinlagen des Kirchenchores aus der Partnergemeinde Sikasso (Mali) statt.

Nach einer kurzen ersten Nacht in den Gastfamilien begann gleich am nächsten Morgen um 08:30 Uhr die offizielle Jubiläumsmessfeier mit Teilnehmern der drei Partnergemeinden.  Im Rahmen der sehr ausgedehnten Messfeier mit Gesang und begeisternden Tänzen,  die wegen der großen Teilnehmerzahl bei ca. 30 Grad C in einem größeren Saal und im Innenhof des CSK gefeiert wurde, überbrachte Manfred Hillebrandt die Grußworte und Glückwünsche von Pfarrdechant Manfred Krampe und unserer Pfarrgemeinde. Der Pfarrer aus Mali äußerte seine Freude sinnbildlich über die Gemeinschaft und die Teilnehmer aus drei Ländern als „Triangel“ und darüber wie wichtig es ihnen in Afrika ist, sich mit Christen verschiedener Länder g e m e i n s a m  unterwegs zu wissen. Ähnlich war auch der Tenor unseres Besuchs beim Bischof des Bistums Banfora, bei dem er betonte, dass für eine Partnerschaft von Pfarrgemeinden nicht die Höhe der fließenden Geldmittel, sondern die gelebte Nähe und Lebendigkeit zwischen den Gemeinden ausschlaggebend ist.

Für die neugewählten Pfarrgemeinderatsmitglieder endete die Anspannung nach Abschluss der Feierlichkeiten jedoch noch nicht, denn in den nächsten Tagen fanden diverse Treffen und intensive Aussprachen über unsere Pfarreienpartnerschaft statt. Neben einer durchaus kritischen Betrachtung der bisher unterstützten Projekte seitens der Kirchengemeinde St. Bonifatius-St. Lambertus, aber auch von Privatpersonen und Familien, wurden die gegenseitigen Fragen und grundsätzlichen Perspektiven der Partnerschaft aus Sicht beider Seiten ausgetauscht. Nach wie vor ist die Kommunikation dadurch erschwert, dass der Ort Bérégadougou (12.000 Einwohner) keinen Internetanschluss hat. Eine zeitnahe Lösung konnten auch der Bürgermeister und Präfekt des Departements bei Gesprächen nicht in Aussicht stellen. Am 30.12. standen etliche Besuche und Besichtigungen an, so auch beim Hauptarbeitgeber in der Region, der Zuckerfabrik Sosuco, die in der 6-monatigen Kampagne rund 30.000 Tonnen Zucker aus Zuckerrohr produzieren und in dieser Zeit im Rahmen der Feldarbeit, Ernte und Verarbeitung  über 3000 Beschäftigte haben. Nach der Ernte werden die Felder abgeflammt und dann – dort wo Wasser zur Verfügung steht – beregnet, um das Pflanzenwachstum wieder anzuregen. Nach rund 7 Jahren Ernte auf einem Feld muss die Zuckerrohrwurzel erneuert werden. Herzlich willkommen war auch unser Besuch beim Bürgermeister und bei der Mango- und Cashewverarbeitung in der Firma WOUOL. Die meisten der rund 1000 beschäftigten Frauen in 12 Kleinbetrieben im Westen von Burkina Faso sind Christen. Seit 2005 werden die Produkte als Bioprodukte und über Fairtrade-Partner in Europa vermarktet.

Besondere Sehenswürdigkeiten der Region Banfora sind die Felsformation „Domes“ und die Wasserfälle (Cascades) eines Flusses, der dann in Richtung Elfenbeinküste fließt. Am Silvestertag stand erneut ein längerer Gesprächsaustausch auf dem Programm; für uns wurde erneut im Rahmen dieser Gespräche unter Freunden deutlich, dass wir die Partnerschaft auf jeden Fall aufrecht erhalten und durch Projekte aber auch durch gegenseitige Austausche beleben und pflegen müssen.  Eine wichtige Forderung  unserseits war die namentliche Benennung von Verantwortlichen und Ansprechpartnern für die Pfarreienpartnerschaft bzw. Projekte, sodass die Gesamtverantwortung nicht allein auf den Schultern von Pfarrer Christophe ruht.  Nach dem seltenen Erlebnis, einen mitgebrachten Marzipan-Christstollen bei für uns Drei hochsommerlichen 35 Grad gemeinsam zu verzehren, nahmen wir am Spätnachmittag an einem Gottesdienst in der kleinen Filialgemeinde  Lémouroudougou teil. Die Kirche dort wurde vor rd. 10 Jahren in Eigenarbeit mit einer finanziellen Unterstützung unsererseits gebaut. Das Dorf hat noch keinen Stromanschluss. Nach der sehr lebhaften Messefeier gab es ein gemeinsames Abendessen und weitere Gespräche, die in offener und herzlicher Atmosphäre verliefen. Unser dicht gefülltes Programm führte uns auch in das Foyer Sainte Monique – einem von Schwester Veronique geleiteten Heim für Mädchen, die von hier aus dann umliegende Schulen besuchen sowie in die Kathedrale von Banfora, wo wir an einer Messfeier mit dem Bischof  Lucas teilnahmen. Anschließend gab es noch einen Kurzbesuch beim Bistumsradio. Um 22:00 Uhr startete dann in St. Etienne die „Passage“, ein gut besuchter Gottesdienst zum Jahreswechsel, der bis kurz nach Mitternacht andauerte und dem sich dann ein längeres Händeschütteln und eine Einladung zu einer Feier in der Familie des Firmeninhabers von WOUOL anschlossen. Am Neujahrstag wurde uns dann im Anschluss an eine Pfarrgemeinderatssitzung das neuerdings zuständige Partnerschaftskomitee vorgestellt. Bei Familie Hebie traf man sich dann mit Freunden, Gastfamilien,  Nachbarn und Begleitern zu einer abendlichen musikalisch umrahmten Neujahrsfeier.

Im Anschluss an ein weiteres Treffen mit den Pfarrgemeinderatsmitgliedern am Vormittag des 02. Januar  hieß es dann Abschied nehmen, da wir den Rückweg in die Hauptstadt diesmal von Bobo-Dioulasso aus mit einem Fernbus bewältigen wollten. An den 2 verbleibenden Tagen besichtigten wir in der regen und von Mopeds wimmelnden Stadt verschiedene Sehenswürdigkeiten und nahmen noch Einladungen zu Familien wahr. Völlig unproblematisch verlief dann der Rückflug über Algier nach Paris und auch die Weiterfahrt mit dem Zug über Essen in das zumindest für uns gefühlt winterliche Freckenhorst.

Die Kosten der Fahrt wurden von den Reiseteilnehmern selbst getragen. Für uns, die wir zum ersten Mal unsere Partnergemeinde in einem der ärmsten Länder Afrikas besuchten, war es eine  erlebnisreiche und bewegende Reise mit einer Vielzahl an bleibenden Eindrücken aber auch Ideen, wie die Partnerschaft lebendig bleiben kann. Zur Realisierung dieser Vorstellungen  ist der Arbeitskreis um Dechant Manfred Krampe, Barbara Comtois, Werner Brunsmann, Manfred Hillebrandt und  Heinz-Peter Zwicker auf Ihre aktive und finanzielle Unterstützung, aber auch Ihr grundsätzliches Interesse an der  Partnerschaft mit der Pfarrei St. Etienne angewiesen. 

 

Sebastian Ricken und Heinz-Peter Zwicker

(Mitglieder im Arbeitskreis Bérégadougou)

 

Arbeitskreis Bérégadougou erhielt Geldbetrag vom Eine Welt Kreis St. Bonifatius

Rund 11 Jahre nach ersten Kontakten und  9 Jahre nach der offiziellen Besiegelung der Pfarrgemeindepartnerschaft mit St. Étienne Bérégadougou besuchen  über den Jahreswechsel 2013/2014 3 Arbeitskreismitglieder der Pfarrgemeinde St. Bonifatius und St.Lambertus die Partnergemeinde in Burkina Faso. Manfred Hillebrandt, Sebastian Ricken und Heinz-Peter Zwicker starten am 2. Weihnachtsfeiertag und werden am 05. Januar wieder zurückkehren. Mit dem Thalys geht es nach Paris und weiter mit dem Flugzeug über Algier in die Hauptstadt Ouagadougou. Von dort aus sind es dann noch gut 500 km bzw. 8 Stunden über  Landstraße bis zur Gemeinde St. Etienne. Dieser Gegenbesuch, der von den Fahrtteilnehmern selbst finanziert wird, wird  genutzt um sich über laufende Projekte zu informieren aber auch um einen für Jahresende 2014 geplanten Besuch von Freckenhorster Jugendlichen vorzubereiten. Neben der aus Geldern der Pfarrgmeinde St. Bonifatius-Lambertus unterstützten Apotheke und der Bereitstellung eines Fahrzeugs zur Wahrnehmung der kirchlichen Aufgaben bzw. zur Förderung von sozialen Kleinjprojekten, unterstützt der Arbeitskreis aktuell die Ausbildung von 2 Priesteramtskandidaten sowie die Ausbildung von 2 ehrenamtlich tätigen Katechisten innerhalb der Gemeinde St. Etienne und eine Gruppe von Seminaristen.  Zuletzt

In der letzten Sitzung des Arbeitskreises übergab Franz Peveling stellvertretend für den Eine Welt Kreis St. Bonifatius einen Geldbetrag von 400,- Euro an Diakon Manfred Hillebrandt zur Unterstützung der laufenden Projekte. 

 

 

 Der Partnerschaftsausschuss hat hier einige grundsätzliche Informationen zur Partnerschaft zusammen getragen:

 

 

Länderinformation Burkina Faso (Quelle. U.a. Wikipedia – Stand 15.09.2010)

 

Burkina Faso ist ein Staat in Westafrika, der an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana sowie Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire) grenzt. Die ehemalige französische Kolonie Obervolta erlangte am 05. August 1960 ihre Unabhängigkeit. Am 04. August 1984 wurde der Ländername in Burkina Faso = „Land der ehrenwerten Menschen“  geändert.

Burkina Faso hat rd. 14 Mill. Einwohner; in der Hauptstadt Ouagadougou lebt rund 1/10 der Bevölkerung. Obwohl das Land seit seiner Unabhängigkeit wirtschaftliche Hilfe erhält, hauptsächlich von der Europäischen Union, zählt die Nation zu den ärmsten der Welt, was vor allem auf die mangelnde Fruchtbarkeit des Bodens und das starke Bevölkerungswachstum zurückzuführen ist. Burkina zeichnet sich durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt der rd. 60 friedlich zusammenlebenden Ethnien aus. Regelmäßig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für große Not der hauptsächlich als Bauern lebenden Bevölkerung. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 52 Jahren.

Rund 75% der Bevölkerung sind Analphabeten. Schulplätze stehen nur für weniger als 50% der schulpflichtigen Kinder zur Verfügung.  Der Anteil der Männer über 15, die lesen und schreiben können, ist wesentlich höher als der Anteil von Frauen.

Rund 10 % der Bewohner sind Christen. Es gibt 13 kath. Bistümer.

 

Bérégadougou liegt im Südwesten des Landes und hat rd. 12.000 Einwohner.

Unsere Partnerschaftsgemeinde St. Etienne wurde 1992 gegründet.

 

 

Erste Kontakte zur Pfarrei St.Etienne in Bérégadougou

 

Bereits seit längerer Zeit pflegt der Diakon unserer Gemeinde, Manfred Hillebrandt, Kontakte zum Solidaritätskreis Westafrika e.V. (A.S.A.O.) Dieser vielfach ausgezeichnete Verein (www.solidaritäskreis.de) betreibt Entwicklungshilfeprojekte in Burkina Faso. Der Schwerpunkt der Arbeit besteht im Bau von Grundschulen auf dem Land, der Förderung von Mädchen und Frauen, demBohren von Tiefbrunnen.

In Verbindung mit seinen Besuchen in Burkina Paso kam es zum Kontakt mit der  Pfarrgemeinde St. Etienne in Bérégadougou; hierbei  erwuchs die Idee einer Partnerschaft zwischen den Gemeinden.

 

 

Realisierung der Pfarreien-Partnerschaft / Austausch

 

Um die entstandenen Kontakte mit Leben zu erfüllen, wurde Anfang 2003 durch den  zwischenzeitlich in St. Bonifatius begründeten Arbeitskreis der Beschluss gefasst,  5 Jugendliche / junge Erwachsene aus St. Etienne anlässlich des Weltjugendtages 2005 (Köln)  ins Bistum Münster einzuladen und in Familien der Pfarrgemeinde unterzubringen.

Im November 2004 wurde seitens des Pfarrgemeinderates der Beschluss einer offiziellen Partnerschaft gefasst. Der Bischof von Banfora bestätigte 2005 die Partnerschaft der Gemeinden und formulierte als Sinn und Zweck “kennenlernen der jeweiligen anderen Gemeinde und sich stärken im christlichen Glauben“.

Offizielle Austausche:

-Vom 01.09.04 bis 04.09.04 besucht Abbé Emmanuel aus St. Etienne die Pfarrgemeinde St. Bonifatius

-Vom 26.12.2004 bis 05.01.2005 weilt eine kleine Gruppe  aus Freckenhorst in der Pfarrei St. Etienne und ist dort in Familien untergebracht.

-Tage der Begegnung mit 4 jungen Erwachsenen und Abbé Cyriaque im Rahmen des Weltjugendtages  2005 vom 06.08. bis 25.08.05.

-Vom 14.08.09 bis 25.08.09  sind 4 Gemeindemitglieder sowie der neue Pfarrer Christophe Ouattara von St. Etienne zu Besuch in Freckenhorst. Unterbringung in Familien.

Sowohl 2005 wie auch 2009 wurden im Verlauf des Aufenthaltes eine Vielzahl von Schulen und Einrichtungen besucht und Kontakte geknüpft.

 

 

Welche Projekt werden von uns unterstützt ?

 

Neben einer (bescheidenen) halbjährlichen Pauschalzahlung an die Pfarrgemeinde St. Etienne zur Bestreitung von laufenden Kosten wurden folgende Projekte finanziert bzw. angestoßen:

-Beschaffung von Hühnern + Kühen für die Pfarrgemeinde

-Unterstützung für Anlegung eines Gemüsegartens

-Aufbau und Betrieb einer Apotheke. Die Apotheke wird als überkonfessionelle Einrichtung geführt. Zwischenzeitlich gibt es einen hauptverantwortlichen festen Mitarbeiter und das Projekt trägt sich lt. regelmäßig vorgelegter Bilanzberichte  ohne dass Unterstützungen erforderlich sind.

-Finanzielle Unterstützung beim Ausbau eines Jugend- und Kulturzentrums (CSK)  in dem u.a. auch regelmäßige Hausaufgabenbetreuung angeboten werden soll. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.

 

 

Woher kommen die Geldmittel?

 

Die Finanzierung u.a. der obigen Projekte ist möglich, weil sich neben den speziellen Kollektenerlösen private Initiativen und Förderer gefunden haben.

Es sind dies u.a.

Strickgruppe Freckenhorst;

Mittel aus Initiativprojekten der Hauptschule Freckenhorst (Ilka Nüßing) sowie von Mariengymnasium + Berufskolleg Warendorf

Spenden von Einzelpersonen bzw. von Familien

 

 

Aktuelles

 

-Vorstellung des Partnerschaftsprojektes im Pfarrgemeinderat

-Begleitung des Baufortschrittes des CSK

-Erste Überlegungen für Besuch einer Gruppe aus St. Bonifatius-St. Lambertus in Bérégadougou im Spätherbst 2011

-Unterstützung der Partnergemeinde bei der Beschaffung eines Fahrzeuges um die verschiedenen „verstreuten“ Filialpfarreien zu betreuen.

 

 

Dem Arbeitskreis, der sich in der Regel monatlich trifft, gehören an:

Pfarrer Manfred Krampe, Manfred Hillebrandt, Werner Brunsmann, Barbara Comtois und Heinz-Peter Zwicker.

Wir freuen uns über Fragen und Anregungen bzw. eventuelles Interesse an der Mitarbeit im Arbeitskreis.

 

Stand 13.03.2011-zw


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